Warum die Schweiz jetzt Tacheles redet – und Deutschland nur zuschaut
Von Svenski
Bern/Zürich – Es ist ein Beben, das durch die Medienlandschaft der Alpenrepublik geht. Lange galt das Credo: Bloß niemanden diskriminieren, Herkunft ist Privatsache. Doch damit ist jetzt Schluss! Während man in Deutschland noch über „politische Korrektheit“ streitet, schafft die Schweiz Fakten. Friedrich Dürrenmatt spottete einst, in der Schweiz komme alles Gute mit 25 Jahren Verspätung an. Heute wirkt es, als wäre das kleine Land der Zeit meilenweit voraus.
SRF-Paukenschlag: Nationalität wird Pflicht!
Das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) sorgt für eine Sensation. Ab sofort wird in der Berichterstattung über Straftaten die Nationalität von Tätern und Opfern konsequent genannt. Die alte Regel, Herkunft nur bei „besonderer Relevanz“ zu erwähnen, ist Geschichte.
„Wir müssen so präzis und transparent berichten wie möglich“, heißt es aus der SRF-Chefredaktion. Damit reagiert der Sender auf massiven Druck aus der Bevölkerung und der Ombudsstelle. Das Ziel: Gerüchten und Spekulationen im Netz den Boden entziehen. Transparenz statt Verschleierung – ein Konzept, das in deutschen Redaktionsstuben oft noch Schnappatmung auslöst.
Volkszorn gegen Gebühren: Die 200-Franken-Revolte
Doch nicht nur inhaltlich weht ein neuer Wind, es geht auch ans Portemonnaie! Am 8. März 2026 stimmt das Volk über die „Halbierungsinitiative“ ab. Der Slogan „200 Franken sind genug!“ trifft den Nerv der Zeit. Aktuell blechen Schweizer Haushalte noch 335 Franken jährlich. Die Initianten fordern: Radikales Abspecken beim Staatsrundfunk!
- Das Ziel: Senkung der Gebühren auf 200 Franken.
- Der Clou: Unternehmen sollen komplett befreit werden.
- Die Folge: Das SRF müsste sein Budget von rund 1,2 Milliarden Franken fast halbieren.
In der Schweiz herrscht die Überzeugung: Nur wer den Gürtel enger schnallt, konzentriert sich wieder auf den Kernauftrag. Während in Deutschland die Gebührendebatte oft im Sande verläuft, greift der Schweizer direkt zur Stimmurne.
Integration: Schluss mit den Samthandschuhen
Besonders brisant: In der Schweiz wird offen ausgesprochen, was in Berlin oft hinter verschlossenen Türen bleibt. Gescheiterte Migration und die schwierige Integration in Bezug auf radikale Auslegungen des Islams werden beim Namen genannt.
Politik-Experten sind sich einig: Nur das Benennen der Probleme bringt sie auf die Agenda. In der Schweiz schüttelt man den Kopf über deutsche Wahlkämpfe, in denen demokratische Parteien Absprachen treffen, „unliebsame Themen“ wie die Migrationskrise einfach auszuklammern. In den Kantonen gilt: Wer Probleme verschweigt, löst sie nicht – er füttert nur die Ränder.
Was Deutschland lernen kann
Die Schweiz zeigt Mut zur Direktheit. Ob es die konsequente Ausschaffung krimineller Ausländer ist – die Schweiz schiebt prozentual deutlich erfolgreicher ab als Deutschland – oder die direkte Demokratie bei den Rundfunkgebühren: Der „Sonderfall Schweiz“ wird zum Vorbild für Realpolitik.
Vielleicht hatte Dürrenmatt unrecht. Vielleicht kommt in der Schweiz nicht das Gute später an, sondern die Wahrheit einfach früher ans Licht. Deutschland täte gut daran, über die Grenze zu schauen. Denn dort wartet keine Verspätung, sondern eine Lektion in Sachen Bürgernähe.
