Aufwachen, Deutschland!

Ein Kommentar von Dieter Lau

Es ist das große Rätsel der Nation. Während unsere französischen Nachbarn bei einer minimalen Rentenanpassung sofort das ganze Land mit Generalstreiks lahmlegen und die Straßen von Paris in Schutt und Asche legen, passiert in Deutschland: nichts. Wir nörgeln am Stammtisch, wir schimpfen leise beim Bäcker und wir ballen die Faust in der Tasche, während wir die nächste saftige Rechnung bezahlen. Doch auf die Straße gehen? Den Mund wirklich aufmachen? Fehlanzeige. Der „Deutsche Michel“ schläft tief und fest, während man ihm das letzte Hemd auszieht.

Der Sprit-Wahnsinn: Wir zahlen, die Konzerne lachen

Nehmen wir das aktuellste Beispiel an unseren Zapfsäulen. Wir schreiben das Jahr 2026, und der Liter Diesel kratzt an der 2,20-Euro-Marke. Ja, es gibt einen neuen Gesetzentwurf der Regierung, der die Beweislast bei Preiserhöhungen umkehren will. Ein netter Versuch, aber mal ehrlich: Glaubt wirklich jemand, dass die Öl-Multis mit ihren hochbezahlten Heerscharen von Anwälten vor diesem Papiertiger zittern?

Während wir brav den „Kriegsaufschlag“ bezahlen, obwohl das Öl in den Tanks oft schon Monate im Voraus billig abgesichert (gehedgt) wurde, machen die Konzerne die Gewinne ihres Lebens. Und wir? Wir beschweren uns kurz über die Anzeige an der Tankstelle, drücken auf „Bestätigen“ und zahlen zähneknirschend. Warum blockieren wir nicht die Zufahrten zu den Raffinerien? Warum lassen wir uns diese offensichtliche Abzocke Monat für Monat gefallen?

Die Melkkuh der Nation: Rekord-Abgaben bei Ruinen-Infrastruktur

Es ist eine Schande: Deutschland ist Vize-Weltmeister beim Abkassieren der Bürger. Wer in diesem Land morgens aufsteht und zur Arbeit geht, wird vom Staat wie eine Weihnachtsgans ausgenommen. Einem Durchschnittsverdiener bleiben nach Steuern und Sozialabgaben kaum mehr als 50 Prozent von seinem hart erarbeiteten Geld. Wir zahlen Höchstsätze für die Krankenversicherung, während man Monate auf einen Facharzttermin wartet. Wir zahlen Rekordbeträge für die Rente, während jeder weiß, dass für die heutige Generation am Ende nur noch Brosamen übrig bleiben.

Wo geht das ganze Geld eigentlich hin? Schauen wir uns um: Die Brücken bröckeln, die Bahn kommt gefühlt nur noch nach dem Zufallsprinzip und unsere Schulen sehen oft aus wie Kulissen für einen Endzeitfilm. 2025 hat der Staat erstmals über eine Billion Euro an Steuern eingenommen. Eine Eins mit zwölf Nullen! Und trotzdem heißt es aus Berlin ständig, es sei „kein Geld da“ für die Sanierung der Heimat. Aber für Radwege in Peru oder die x-te Aufblähung des Beamtenapparats reicht es immer. Warum jagen wir diese Verschwender nicht mit dem nassen Fetzen aus ihren klimatisierten Büros?

Migration und Bürgergeld: Das Gefühl der Ungerechtigkeit

Und dann ist da noch das Thema, bei dem sich viele gar nicht mehr trauen, laut die Wahrheit auszusprechen, aus Angst vor der moralischen Keule. Die Migration stellt unsere Kommunen vor unlösbare Aufgaben. Die Turnhallen sind belegt, die Kitas platzen aus allen Nähten, und die Integration scheitert oft an der schieren Masse.

Gleichzeitig wurde das Bürgergeld so weit erhöht, dass sich für viele Geringverdiener der Gang zur Arbeit kaum noch lohnt. Wer 40 Stunden die Woche schuftet, hat am Monatsende oft nur ein paar Euro mehr in der Tasche als jemand, der den ganzen Tag zu Hause bleibt. Das ist nicht sozial, das ist eine Verhöhnung der Fleißigen! Wir sehen zu, wie soziale Netzwerke wie TikTok durch dubiose ausländische Account-Armeen mit Propaganda geflutet werden, um unsere Gesellschaft weiter zu spalten, während die echte Politik die Sorgen der Menschen einfach ignoriert.

Das Ende der Geduld?

Warum lassen wir das mit uns machen? Vielleicht liegt es an der deutschen Sehnsucht nach Ordnung und Harmonie. Wir wollen keine Umstürzler sein. Wir wollen, dass alles seine Richtigkeit hat. Aber diese Gutmütigkeit wird von der politischen Elite in Berlin schamlos ausgenutzt. Man hat das Gefühl, die da oben haben den Kontakt zur Realität völlig verloren. Sie fliegen im Regierungsjet zu Klimakonferenzen, während der Pendler auf dem Land nicht mehr weiß, wie er die Fahrt zur Arbeit finanzieren soll.

Es wird Zeit, dass wir aufhören, alles klaglos hinzunehmen. Kritik ist kein Staatsverbrechen, sondern die Pflicht eines jeden Bürgers in einer lebendigen Demokratie. Wir müssen aufhören, uns einlullen zu lassen von schönen Worten und vagen Versprechen. Wenn die Leistungsträger dieses Landes, die Handwerker, die Pfleger, die Ingenieure und die kleinen Unternehmer, nicht endlich laut werden, dann wird die „Maschine Deutschland“ bald endgültig zum Stillstand kommen.

Deutschland, es ist Zeit aufzuwachen. Bevor es zu spät ist und wir uns nur noch fragen können: Wie konnten wir das nur zulassen?