Politik
Zusammen wäre man stark - Wolfgang Kubicki (FDP), Jörg Meuthen (Werteunion), Hans-Georg Maaßen und Frauke Petry (Team Freiheit) - KI generiert

Das große Selbstzerlegen

KI-Faktencheck: Überwiegend stimmig – zur Begründung springen
Ein Kommentar von Sven Wolter-Rousseaux mit KI-Unterstützung 4 Minuten Lesezeit

Rechts der Sozen, links der AfD ist die Selbstzerstörung fast vollendet

Es ist ein Trauerspiel. Zwischen SPD und AfD liegt der größte Wählerraum, den dieses Land zu bieten hat. Millionen Bürger, die weder sozialdemokratisch regiert noch von Höcke vertreten werden wollen. Und was passiert mit diesem Raum? Er zerlegt sich selbst. Stück für Stück. Ego für Ego.

Erst die Egos

Frauke Petry. Hans-Georg Maaßen. Jörg Meuthen. Drei kluge Köpfe, drei gescheiterte Projekte. Petry gründete die Blaue Partei, nach zwei Wahlschlappen aufgelöst. Maaßen gründete die WerteUnion und verließ sie im Oktober 2025 im Streit, mit einem Wahlergebnis, das man mit der Lupe suchen muss. Meuthen verließ die AfD, probierte es beim Zentrum, landete bei der WerteUnion und stand dort prompt im Machtkampf gegen Maaßen. Jetzt versucht es Petry zum dritten Mal, mit Team Freiheit und Kemmerich an der Spitze.

Das Muster ist immer gleich: Jeder gründet sein eigenes Ding. Jeder will Chef sein. Keiner will Zweiter. Und am Ende gewinnt: niemand. Außer die AfD.

Dann die Brandmauer

Wer nicht am eigenen Ego scheitert, scheitert an der Brandmauer. Man muss es klar sagen: Die Brandmauer ist kein Schutzwall gegen Extremisten. Sie ist ein Werkzeug der Linken, um die CDU zu geißeln. Jeder konservative Vorstoß wird mit dem AfD-Vorwurf abgewürgt, jede Abstimmung zum Gesinnungstest erklärt. Die Union hat diese Peitsche brav entgegengenommen und schlägt sich jetzt selbst damit: mit der AfD nie, mit allen anderen immer. Ergebnis: Sie regiert mit Sozen, Grünen und Linken und verliert dabei ihr konservatives Gesicht. Wüst und Günther auf der einen Seite, die Konservativen auf der anderen. Die Partei zerreißt sich live vor laufender Kamera.

Dabei zeigt Berlin gerade, wie heuchlerisch die ganze Veranstaltung ist. Die Linke ist dort stärkste Kraft, Rot-Grün-Rot ist rechnerisch drin. Spätestens wenn SPD und Grüne mit der ultralinken Partei von Elif Eralp zusammengehen, einer Partei mit Antisemitismus in den eigenen Reihen und besten Clan-Kontakten, sollte auch die CDU einsehen: Die Brandmauer ist gefallen. Nur eben nach links. Und wer nach links alles darf, kann nach rechts nicht alles verbieten.

Und die FDP?

Die hat es andersherum versucht. Sie ist nach links geschwenkt, hat sich in der Ampel aufgerieben, hat Sozialdemokraten und Grünen beim Geldausgeben zugesehen und wurde dafür bestraft. Raus aus dem Bundestag. 4,4 Prozent in Baden-Württemberg, dem Stammland. 2,1 Prozent in Rheinland-Pfalz. Und während die Parteispitze noch über Erneuerung philosophiert, laufen Kemmerich, van Baal und andere zu Petry über. Die FDP blutet nach rechts aus und will trotzdem nicht nach rechts. Das ist kein Kurs. Das ist Stillstand im freien Fall.

Das Ergebnis

Eine CDU, die sich spaltet. Eine FDP, die verschwindet. Eine WerteUnion ohne Maaßen. Ein Team Freiheit ohne Wähler. Und dazwischen Millionen Bürger, die nicht wissen, wen sie wählen sollen, und am Ende aus Trotz die AfD ankreuzen. Oder gar nicht mehr hingehen.

Das ist nicht nur ein Problem für die Parteien. Das ist ein Problem für Deutschland.

Der Ausweg: Ein Tisch. Ein Ziel.

Es gibt nur eine Lösung, und sie ist unbequem: Die Protagonisten müssen an einen Tisch. Petry, Maaßen, Meuthen, Kemmerich. Kubicki für das, was von der FDP übrig ist. Die Konservativen der CDU, die nicht länger hinter Wüst und Günther stehen wollen.

Ja, das gab es schon mal. In der WerteUnion saßen Maaßen und Meuthen am selben Tisch und sind sich an die Gurgel gegangen. Das ist kein Grund, es nicht noch einmal zu versuchen. Es ist der Grund, es diesmal anders zu machen. Irgendwann muss die Einsicht kommen: Getrennt verlieren alle. Nicht als Freunde, das werden sie nie. Sondern als Leute, die das endlich begriffen haben.

Drei Dinge gehören auf diesen Tisch:

Erstens: ein gemeinsames Programm. Fünf Seiten, nicht fünfhundert. Wirtschaft, Migration, Energie, Meinungsfreiheit. Der kleinste gemeinsame Nenner reicht, wenn er klar ist.

Zweitens: eine Personalregel. Wer am Tisch sitzt, verzichtet auf den Vorsitz. Keine Galionsfigur, kein Frühstücksdirektor. Ein Sprecher, gewählt auf Zeit. Genau daran ist die WerteUnion gescheitert, also fängt man genau dort an.

Drittens: Schluss mit der Brandmauer als Fremdsteuerung. Keine Koalition mit der AfD, aber auch kein Tabu, mit ihr abzustimmen, wenn die Sache stimmt. Wer sich weiter von links vorschreiben lässt, mit wem er die Hand heben darf, hat am Tisch nichts verloren.

Klingt naiv? Vielleicht. Aber die Alternative ist, dass sich das bürgerliche Lager weiter zerlegt, bis nur noch zwei Blöcke übrig sind: links und AfD. Dann hat Deutschland die Wahl zwischen Pest und Cholera. Und die Protagonisten von heute können sich gegenseitig erklären, wer schuld war.

Der Tisch steht. Es fehlen nur die Stühle. Und der Mut, sich zu setzen.

Der KI-Faktencheck

Überwiegend stimmig

Fazit: Die geprüften Wahlzahlen und wesentlichen Personalangaben sind belegt. Eine Abweichung betrifft die Regierungsbeteiligungen: Die CDU regiert nicht gemeinsam mit der Partei Die Linke. Auf Grundlage der bestätigten Fakten kann man die Lage so sehen wie der Autor; eine andere Sicht betont die Abgrenzung zur AfD als eigenständige politische Entscheidung der Union.

Details anzeigen: 6 geprüfte Aussagen, Quellen und EinordnungDetails ausblenden

Daten und Fakten geprüft

  • Bestätigt:

    Maaßen verließ die WerteUnion im Oktober 2025 nach einem innerparteilichen Streit, an dem auch Meuthen beteiligt war. Bestätigt

    Maaßen verkündete am 8. Oktober 2025 seinen Austritt. Die WerteUnion bestätigte am Folgetag sein Ausscheiden nach einem Richtungsstreit und die Übernahme der Parteiführung durch drei Stellvertreter einschließlich Jörg Meuthens. Quelle: werteunion.de

  • Bestätigt:

    Petry gründete Team Freiheit, Kemmerich steht an dessen Spitze; Sandy van Baal wechselte von der FDP dorthin. Bestätigt

    Die Bundeszentrale für politische Bildung nennt Petry als Gründerin und Kemmerich als Parteivorsitzenden. Van Baals FDP-Austritt und Anschluss an Team Freiheit wurden bereits im Oktober 2025 bekanntgegeben. Quelle: bpb.de

  • Bestätigt:

    Die FDP schied aus dem Bundestag aus und erreichte 2026 in Baden-Württemberg 4,4 Prozent sowie in Rheinland-Pfalz 2,1 Prozent. Bestätigt

    Die FDP erhielt bei der Bundestagswahl 2025 4,3 Prozent und keine Sitze. Die Ergebnisse vom 8. März 2026 in Baden-Württemberg und vom 22. März 2026 in Rheinland-Pfalz betragen tatsächlich 4,4 beziehungsweise 2,1 Prozent. Quelle: bpb.de

  • Bestätigt:

    Die Linke ist in Berlin stärkste Kraft; eine Koalition mit SPD und Grünen hat rechnerisch eine Mehrheit. Bestätigt

    Am 4. Oktober lag Die Linke mit 25,7 Prozent vorn; Linke, SPD und Grüne hatten zusammen eine Sitzmehrheit. Nach Veröffentlichung unterbrachen SPD und Grüne am 13. Oktober 2026 die Sondierungen. Quelle: bundeswahlleiterin.de

  • Ungenau:

    Die Union regiert mit SPD, Grünen und Linken. Ungenau

    Regierungskoalitionen der CDU mit SPD beziehungsweise Grünen bestehen, mit der Partei Die Linke nicht. In Thüringen bilden CDU, SPD und Thüringen.Gerecht die Regierungskoalition; Die Linke gehört ausdrücklich zur Opposition. Quelle: thueringer-landtag.de

  • Bestätigt:

    In der Berliner Linken gibt es Antisemitismus und Kontakte ins Clan-Milieu. Bestätigt

    Eralp räumte Antisemitismus auch innerhalb der Linken ein. Dokumentiert sind außerdem Chatkontakte des Linken-Abgeordneten Ferat Koçak zu einem Angehörigen der Familie Remmo sowie die Anwesenheit einer bekannten Clan-Größe bei der Neuköllner Wahlfeier. Quelle: amp.dw.com

Andere Sichtweisen

Die CDU begründet ihre Abgrenzung zur AfD mit grundlegenden inhaltlichen Gegensätzen und setzt auf Regierungsbündnisse der politischen Mitte. Eine weitere Position in der Debatte unterscheidet zwischen parlamentarischer Unterstützung einzelner Vorhaben und einer gemeinsamen Regierungskoalition.

Machart

Der Text ist ein politischer Kommentar mit einem Vorschlag zur Zusammenarbeit bürgerlich-konservativer Akteure. Er stützt sich auf Wahlergebnisse, Parteigründungen, Parteiwechsel und öffentlich ausgetragene innerparteiliche Auseinandersetzungen.

Automatisch erstellt von einer KI mit Websuche am 18. Oktober 2026. Der Check kann Fehler enthalten und ersetzt keine redaktionelle Prüfung. Meinungen und Wertungen werden nicht als richtig oder falsch bewertet. So prüfen wir

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