Wohnungsmodell, Geldstapel und Rechner vor Berliner Mietshäusern im Tageslicht PolitikKommentar
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Die Milchmädchenrechnung

KI-Faktencheck: Überwiegend stimmig – zur Begründung springen
Ein Kommentar von Svenski (Pseudonym) mit KI-Unterstützung 3 Minuten Lesezeit

DIE LINKE will 16 Milliarden für null neue Wohnungen ausgeben. Geld das nicht da ist!

Berlins Linke hat von Wohnungspolitik keine Ahnung. Jetzt soll sie regieren – mit SPD und Grünen als Steigbügelhalter. Ein Kommentar.

Berlin fehlen über 100.000 Wohnungen. Und was fällt der Linken ein? Enteignen. Nicht bauen – enteignen. Für 16 Milliarden Euro sollen 160.000 Wohnungen gekauft werden, die längst stehen. Danach hat Berlin exakt null Wohnungen mehr. Aber 16 Milliarden Euro mehr Schulden. Das ist keine Wohnungspolitik. Das ist Vandalismus mit Gesetzeskraft.

Die Milchmädchenrechnung

Man muss sich die Dreistigkeit auf der Zunge zergehen lassen. Die Linke verkauft das als großen Wurf für die Mieter. Und was steht im Sondierungspapier? Die Miete darf nach der Übernahme nicht höher sein als vorher. Nicht niedriger. Nicht höher. Dafür 16 Milliarden? Jeder Kioskbesitzer in Neukölln rechnet besser.

Die Wohnungen, um die es geht, kosten heute im Schnitt 8,26 Euro kalt. Auf dem freien Markt werden fast 16 Euro aufgerufen. Die Linke verstaatlicht also ausgerechnet die günstigsten Wohnungen der Stadt – und lässt den teuren Rest unangetastet. Das ist, als wollte man den Benzinpreis senken, indem man Fahrräder beschlagnahmt.

Dann die Zahlen. Linken-Spitzenfrau Elif Eralp nennt 16 Milliarden einen „sehr realistischen Betrag“. Vonovia allein bewertet seine 138.000 Berliner Wohnungen mit 23,5 Milliarden. Dazwischen passt keine Verhandlung. Dazwischen passt ein Gerichtssaal.

Karlsruhe lässt grüßen

Artikel 15 Grundgesetz wurde in 77 Jahren Bundesrepublik nie angewendet. Ausgerechnet die Berliner Linke will es als Erste versuchen – zum Discounterpreis. Zwei Möglichkeiten: Berlin zahlt den echten Wert. Dann frisst das Jahr für Jahr Hunderte Millionen, die bei Schulen und Kitas fehlen. Oder Berlin zahlt weniger. Dann sehen wir uns in Karlsruhe. Jahrelang.

Karlsruhe kennt die Linke übrigens. 2021 kassierte das Bundesverfassungsgericht ihren Mietendeckel. Nichtig, von der ersten bis zur letzten Zeile. Zehntausende Mieter mussten nachzahlen, was ihnen die Linke vorher als gespart verkauft hatte. Das ist der Sachverstand, von dem wir reden: Eine Partei, die ihr letztes großes Wohnungsprojekt vor Gericht verloren hat, verspricht jetzt das nächste – nur zehnmal größer.

Das DIW hat nachgerechnet. Ab 21 Milliarden Entschädigung müsste das Land jedes Jahr rund 366 Millionen zuschießen, bei 29 Milliarden 791 Millionen. Dauerhaft. Dieses Berlin hat schon 2026 ein Loch von 4,6 Milliarden und für 2028 und 2029 Lücken von über fünf Milliarden. Die Koalition kündigt im selben Papier mindestens 400 Millionen neue Steuern und Gebühren an. Welche? Steht nicht drin. Natürlich nicht.

Kein Plan, ein Wunschzettel

Wer baut noch in einer Stadt, die Eigentum unter Wert einzieht? Private Wohnungsunternehmen haben 2025 fast die Hälfte aller neuen Berliner Wohnungen fertiggestellt. Die Koalition verspricht 100.000 Baugenehmigungen bis 2031 – und im selben Atemzug keine neue Flächenversiegelung bis 2030 und ein unantastbares Tempelhofer Feld. Bauen ohne Fläche, ohne Investoren, ohne Geld. Das ist kein Plan. Das ist ein Wunschzettel.

Und es trifft die Falschen. Wer heute in einer Vonovia-Wohnung sitzt, gewinnt. Wer eine sucht – die Krankenschwester, der Azubi, die junge Familie – verliert. Weil weniger gebaut wird. Weil keiner mehr auszieht. Weil halb Deutschland sich um Berlins billige Staatswohnungen bewirbt. Längere Schlange, höhere Mieten für alle anderen.

Rot-Grün-Rot: Das kann man noch stoppen

Die SPD wusste das alles. Steffen Krach hat die Enteignung im Wahlkampf abgelehnt. Jetzt unterschreibt er sie – und sagt, seine Meinung habe sich nicht geändert. Was soll man von einem Mann halten, der gegen seine eigene Überzeugung regiert? Die Grünen haben derweil Radwege und Sperrmüll verhandelt. Und dass SPD und Grüne die Gespräche wegen Antisemitismusvorwürfen gegen eine Linke-Abgeordnete zwischendurch stoppen mussten, sagt alles über die Stabilität dieses Bündnisses.

Berlin steht vor einer Regierung, deren Kernprojekt keine einzige Wohnung schafft, Milliarden verbrennt und vor Gericht landet. Angeführt von einer Partei, die genau daran schon einmal gescheitert ist. SPD und Grüne stimmen in diesen Tagen über die Koalitionsverhandlungen ab. Sie können diesen Irrsinn noch stoppen. Wenn nicht, bekommen die Berliner keine bezahlbare Stadt. Sie bekommen eine ärmere.

Der KI-Faktencheck

Überwiegend stimmig

Fazit: Die geprüften Kernzahlen und das Mietendeckel-Urteil sind belegt; beim Flächenziel ist Netto-Null-Versiegelung statt eines vollständigen Versiegelungsstopps vereinbart. Auf dieser Tatsachengrundlage kann man die Sache so sehen wie der Autor. Eine andere Sichtweise betont Vergesellschaftung als Ergänzung zum Neubau für langfristig bezahlbare Mieten.

Details anzeigen: 6 geprüfte Aussagen, Quellen und EinordnungDetails ausblenden

Daten und Fakten geprüft

  • Bestätigt:

    Linke, Grüne und SPD planen die Vergesellschaftung von rund 160.000 bestehenden Wohnungen bei maximal 16 Milliarden Euro Entschädigung. Bestätigt

    Diese Größenordnungen wurden am 17. Oktober 2026 bei der Vorstellung der Sondierungsergebnisse genannt. Vorgesehen sind Bestandsübertragungen, durch die selbst keine zusätzlichen Wohnungen entstehen. Quelle: tagesspiegel.de

  • Bestätigt:

    Vonovia weist rund 138.000 Berliner Wohnungen mit einem Wert von 23,5 Milliarden Euro und einer Durchschnittsmiete von 8,26 Euro aus. Bestätigt

    Zum 30. Juni 2026 nennt Vonovia 138.195 Wohnungen, 23,534 Milliarden Euro Verkehrswert und 8,26 Euro Ist-Miete je Quadratmeter. Die Angaben betreffen den Regionalmarkt Berlin; sie sind kein ausgewiesener Mietdurchschnitt sämtlicher zur Vergesellschaftung vorgesehener Unternehmen. Quelle: report.vonovia.com

  • Bestätigt:

    Das DIW berechnet bei 21 Milliarden Euro Entschädigung rund 366 Millionen Euro jährliche Zuschüsse, bei 29 Milliarden rund 791 Millionen Euro. Bestätigt

    Die Zahlen stehen in der DIW-Szenariorechnung bei acht Euro Quadratmetermiete. Sie bezeichnen die Belastung im ersten Jahr und beruhen auf 240.000 Wohnungen sowie einer Finanzierung über 50 Jahre, nicht auf dem neuen 160.000-Wohnungen-Modell. Quelle: diw.de

  • Bestätigt:

    Das Bundesverfassungsgericht erklärte den Berliner Mietendeckel 2021 vollständig für nichtig. Bestätigt

    Mit Beschluss vom 25. März 2021, veröffentlicht am 15. April 2021, erklärte das Gericht das gesamte Gesetz für nichtig. Berlin fehlte die Gesetzgebungskompetenz, weil der Bund das betreffende Mietpreisrecht bereits abschließend geregelt hatte. Quelle: bundesverfassungsgericht.de

  • Ungenau:

    Die Parteien vereinbaren 100.000 Baugenehmigungen bis 2031 und keine neue Flächenversiegelung bis 2030. Ungenau

    100.000 Baugenehmigungen von 2026 bis 2031 sind vereinbart. Für 2030 nennt das Papier Netto-Null-Versiegelung: Neue Versiegelung kann durch Entsiegelung ausgeglichen werden; ein vollständiger Stopp neuer Versiegelungen ist nicht vereinbart. Quelle: tagesspiegel.de

  • Bestätigt:

    Das Sondierungspapier sieht mindestens 400 Millionen Euro jährliche Mehreinnahmen insbesondere durch höhere Steuern und Gebühren vor. Bestätigt

    Das Papier nennt mindestens 400 Millionen Euro jährlich, insbesondere durch Steuer- und Gebührenerhöhungen. Konkrete Erhöhungssätze werden nicht festgelegt; an anderer Stelle wird die Prüfung einer Verpackungssteuer angekündigt. Quelle: tagesspiegel.de

Andere Sichtweisen

Befürworter sehen Vergesellschaftung als Instrument zur langfristigen Mietensicherung und zur Ausweitung gemeinwirtschaftlicher Wohnungsbestände. Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung hält eine Finanzierung ohne Haushaltskürzungen bei entsprechender Ausgestaltung für möglich und betrachtet Vergesellschaftung als Ergänzung zum notwendigen Neubau.

Machart

Der Text ist ein wohnungspolitischer Kommentar. Er stützt seine Argumentation auf Sondierungsergebnisse, Unternehmenskennzahlen, DIW-Berechnungen und die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Berliner Mietendeckel.

Automatisch erstellt von einer KI mit Websuche am 18. Oktober 2026. Der Check kann Fehler enthalten und ersetzt keine redaktionelle Prüfung. Meinungen und Wertungen werden nicht als richtig oder falsch bewertet. So prüfen wir

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